Lebensbedingungen in der DDR

Politik

Alle 4 Jahre fanden Wahlen zur Volkskammer statt. (Die Volkskammer ist das Parlament der DDR) In der Volkskammer waren 9 Fraktionen vertreten. (5 Parteien und 4 Massenorganisationen)​

Letzte Volkskammerwahl der DDR am 18 März 1990

Jeder DDR Bürger über 18 Jahren war wahlberechtigt.

Laut der Verfassung sind die Wahlen in der DDR frei und geheim, in Wirklichkeit waren sie das aber nicht. Die Wahlen waren nicht frei die Wähler und Wählenden konnten nicht frei entscheiden, wen sie wählten und wer sich zur Wahl aufstellte. Die Wahl war nicht, geheim die Nutzung einer Wahlkabine galt schon als auffällig und konnte schon negative Auswirkungen haben.

Die Abweichung im Wahlverhalten sowie die Nicht-Teilnahme an einer Wahl konnten negative Folgen haben. Die Wahlbeteiligung war immer hoch, spiegelte aber nicht die Meinung des Volkes wieder. Außerdem gab es in der DDR massive Wahlfälschungen. In der DDR war kein Wechsel der Regierung vorgesehen es sollte immer die SED an der Macht sein. Die Abstimmungen verliefen meist einstimmig, es gab keine Oppositionen und es gab keinen Wettbewerb der Parteien. Das alles sind Widersprüche zu einer Demokratie.

Wirtschaftssituation in der DDR

Die DDR wandte die sogenannte Planwirtschaft an. In diesem Wirtschaftssystem wird die Wirtschaft zentral vom Staat gelenkt. Der Staat gibt bestimmte Ziele vor, die in einem bestimmten Zeitraum zu erfüllen sind. Preise werden ebenfalls vorgegeben. Betriebe müssen sich an den Plan halten. Um das Ganze zu organisieren wurde die staatliche Plankommission gegründet, diese hatte die Aufgabe den Plan auszuarbeiten und dafür zu sorgen, dass dieser eingehalten wurde. Um diesem Plan gerecht zu werden wurden die Arbeiter besonders gefördert. Sie wurden in Brigaden auf der Arbeit organisiert, damit es einfacher ist zu arbeiten.

Diese Einstellung spiegelte sich auch im Grundprinzip des Sozialismus wider: Ein Mensch könne seine Fähigkeiten am besten in der Gruppe entfalten. Um den Plan zu erfüllen, arbeiteten die Arbeiter durchschnittlich 43 Stunden pro Woche. Im Gegenzug unterstützte der Staat Alleinerziehende und Eltern mit Geld, dazu gab es für jedes Kind ein Kitaplatz. Dieser enorme Druck den Plan zu erfüllen führte dazu, dass viele Produkte in geringer Qualität hergestellt wurden und so kam es zu einem Mangel bei Konsumgütern wie z. B. hochwertige Kleidung, Möbel, Telefone und Autos. Manche Leute warteten auf ein Auto 15 Jahre, dazu kam noch die geringe Auswahl an Fleisch, Obst und Gemüse. Dies führte zu einer sogenannten Mangelwirtschaft. Bei einer Mangelwirtschaft haben die Leute genug Geld um Waren zu kaufen, aber es gibt keine Waren zu kaufen. Diese Unsicherheit führte zu einer großen Unruhe in der Bevölkerung, da man nie wusste wann etwas verfügbar sein würde. Das führte dazu, dass die DDR keine stabile Wirtschaft aufbauen konnte.

Trabant (Trabi)

Quellen

https://www.tagesspiegel.de/berlin/letzte-volkskammerwahl-der-ddr-der-18-maerz-sollte-ein-gedenktag-sein/24111322.html

http://www.zeitklicks.de/ddr/zeitklicks/zeit/das-system/wirtschaft/von-der-plan-zur-mangelwirtschaft/

https://www.planet-wissen.de/geschichte/ddr/das_leben_in_der_ddr/pwiealltaginderddr100.html

https://www.kas.de/economy-en-

https://www.hdg.de/lemo/kapitel/geteiltes-deutschland-krisenmanagement/niedergang-der-ddr/mangelwirtschaft.html

https://www.zeitklicks.de/ddr/zeitklicks/zeit/137/literatur/der-trabant/

https://www.ddr-museum.de/en/objects/1009784