Ministerium für Staatssicherheit

Das Ministerium für Staatsicherheit (kurz: MfS) wurde 1950 gegründet. Es bildete die Geheimpolizei und Geheimdienst der DDR und nannte sich „Schild und Schwert“ der SED. Mithilfe eines weit verzweigten Zuträgersystems gelang dem MfS eine gleichsam flächendeckende Überwachung der Bevölkerung. Über die Arbeitsweise ist wenig bekannt, die Mitarbeiter arbeiteten nach internen Richtlinien und Dienstanweisungen.

Im Jahr 1989 zählte das MfS 91.000 offizielle Mitarbeiter und rund 189.000 inoffizielle Mitarbeiter (IM). Die Hauptaufgabe des MfS war die Kontrolle der Volkswirtschaft, die Spionageabwehr, die Bekämpfung politischer Untergrundtätigkeiten und politisch-ideologischer Diversionen und die Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs. Bei Demonstrationen z.B. den Montagsdemonstrationen wurde die Auflösung des MfS gefordert, da es ein Symbol des Unterdrückungsapparates darstellt. Die Befugnisse des MfS wurden unter Honecker neu erarbeitet und unter Modrow wurde das Ministerium für Staatsicherheit durch das „Amt für nationale Sicherheit“ ersetzt und schließlich unter Druck des „Runden Tisches“ im Dezember 1989 aufgelöst. Am 15.01.1990 wurde die Zentrale des MfS in der Berliner Nonnenstraße gestürmt, was das endgültige Ende der Staatsicherheit bedeutete. Unter der Regierung von de Mazière wurden Maßnahmen zur Auflösung des MfS ergriffen. Als die DDR der BRD beitritt, ist das MfS aufgelöst.


Quellen

https://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/handwoerterbuch-politisches-system/202071/ministerium-fuer-staatssicherheit

https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Emblem_Stasi.svg