Der Satz endete mit den drei Worten: „… möglich geworden ist“

Wir, das sind Monika und Günter aus Frielendorf in Nordhessen ( Großeltern von Elay ), haben diese ereignisreiche Zeit um den 9.Nov 89 wie folgt erlebt:

Der Mauerfall begann für uns bereits mit der „Botschaft“ des damaligen Außenminister Hans-Dietrich Genscher vom Balkon der deutschen Botschaft in Prag. Auf dem Gelände der Botschaft befanden sich ca. 5000 Menschen aus der DDR, die alle den Wunsch hatten, in den „Westen“ ausreisen zu dürfen.
Am 30. September 89 sagte Genscher den folgenden Satz:

„Wir sind heute zu Ihnen gekommen, um Ihnen mitzuteilen, dass heute ihre Ausreise ….…“

Der Rest des Satzes ging unter im Jubel der Menschen, die vor dem Balkon standen. Der Satz endete mit den drei Worten: „möglich geworden ist“. Der Satz gehört zu den Sätzen, die auch in 50 Jahren noch zitiert werden.

In der DDR gab es zu dieser Zeit viele Demonstrationen ( u.a. Montagsdemonstrationen vor und in der Nikolaikirche in Leipzig ) aber auch in anderen Städten immer um 17.00 Uhr.

Wir haben dies alles mit großem Interesse in den Medien verfolgt. Auf der einen Seite waren wir sehr erfreut über diese Entwicklung, auf der anderen Seite kam aber auch die Sorge auf, wie wird das Ganze enden?
Am 9. Nov. 89 kam es dann wirklich zur Öffnung der Grenzen und wir hielten für einen Moment den Atem an – was wird passieren? Zum Glück blieb alles friedlich. Die Geschichte schreibt: „Es wächst zusammen, was zusammen gehört“.

Elay W., Klasse 7