Geschichte von einem Sohn, der fünf Tage vor dem Fall der Mauer aus der DDR ausgereist war

In diesem Jahr feiert Deutschland das Jubiläum des Falls der Berliner Mauer. Am Abend des 9. November 1989 wurden die Grenzen der DDR geöffnet und somit die Teilung Deutschlands beendet. Ich habe mich gefragt, wie die Menschen, die damals in der DDR gelebt haben, dieses Ereignis empfunden haben und dazu verschiedene Zeitzeugen befragt.

Alle von ihnen waren natürlich glücklich, dass die Teilung Deutschlands überwunden war, aber nicht alle nutzten noch am selben Abend die Möglichkeit, sofort in den anderen Teil Berlins zu fahren. Sie fühlten sich zum einen sehr verunsichert und hatten Befürchtungen, vielleicht nicht mehr nach Hause zu können, da sie in ihrem Personalausweis noch kein Visum hatten. Auch war die Unsicherheit groß, vielleicht in eine Falle gelockt zu werden. Sie fragten sich, ob die Grenze vielleicht auch wieder geschlossen werden könnte. Andere wiederum sahen sich auch in der Pflicht, wichtigen Terminen in ihren Betrieben nachzugehen und sind dann erst am nächsten Tag in den anderen Teil Berlins gefahren.

Sehr bedrückend fand ich die Geschichte einer Familie, deren Sohn fünf Tage vor dem Fall der Mauer aus der DDR ausgereist war. Sie berichteten von Angst, Ungewissheit und einer großen Traurigkeit, da sie nicht wussten, ob sie sich jemals wiedersehen würden. Am Tag nach dem Mauerfall hatten sie die Gelegenheit, mit ihm zu telefonieren und warenb froh, dass es ihm und seiner Famllie gut ging und sich sich bald wiedersehen konnten.

Anna-Lena K., 12. Jgst.