Man musste sehr lange warten

Ich habe meine Ur-Oma gefragt, wie es früher für sie war.

Ich fange mal am Anfang an.

Meine Ur-Oma war zu dieser Zeit 45 Jahre alt. Sie war verheiratet und hatte eine Tochter, die 27 Jahre alt war und einen Sohn, der 19 Jahre alt war.

Meine Ur-Oma meinte, dass sie zu dieser Zeit gut gelebt hat. Sie hatte eine gute Arbeit und eine eigene Wohnung. Als die Mauer noch stand, durften sie schon in sozialistische Länder reisen, aber sie durften nicht in den Westen fahren.

Wenn ein Familienmitglied Geburtstag hatte, durfte man auch mal in den Westen fahren. Sie durften nicht zusammen fahren, auf Grund von Fluchtgefahr. Meine Ur-Oma hatte keine genauen Ängste. Als die Mauer gefallen ist, wusste sie nicht, wie es weiter geht.

Sie hat sich gefreut, dass sie jetzt überall hinfahren können und dass es größere Angebote an Geschäften gab. Sie hat mir auch gesagt, dass auch wenn man genug Geld für etwas hatte, man in der DDR sehr lange auf die Sachen warten musste. Auf ein Auto: 10 Jahre. Meine Ur-Großeltern mussten drei Jahre auf ihr Wohnzimmer warten.

Fay V., 9c